Amtierender Weltmeister beim Blocklandmarathon 2018 dabei

Logo 2018 rein schwarz weißThomas Kittner auch auf seine Hausstrecke als Erster im Ziel

Der Kurs verlief diesmal wegen der Tide, anders als sonst üblich, im Uhrzeigersinn: Lesum, Wümme, Schleuse Kuhsiel, Kuhgraben, Kleine Wümme (linksrum zum Silberziel) oder nach rechts weiter bis zur Schleuse Dammsiel, Wümme und wieder Lesum abwärts bis Tura. Auf der Silberstrecke mit 25 Kilometern und auf der Goldstrecke mit 41 Kilometern wurde mit Wind und Tide gekämpft. Bei den vielen Windungen der Wümme hatte man von Gegen- bis Rückenwind alles dabei. Die schnellen Paddler erreichten Kuhsiel schneller als die Tide und mussten sich im Schlamm-staken üben, um den Anleger zu erreichen. Auch die eine oder andere noch nicht überspülte Sandbank wurde manchem zum Verhängnis. Wasser lesen will gelernt sein.

 

Die Schleuse Kuhsiel war rechtzeitig repariert worden. Der Schleusenwärter in Dammsiel war informiert und brachte die diejenigen, die nicht umtragen wollten, schnellstens in die Wümme zurück. Besonders hervorzuheben: Eine neue Bootsklasse zwischen Renn- und Wanderbooten waren die „schnellen Wanderboote“, teils Selbstbauten eines Teilnehmers. Diesmal waren fünf Frauen im Einer unterwegs auf der Goldstrecke. Auch mit unterwegs auf der Silberstrecke waren zwei SUPs und ein 10-ner Drachenboot.

Nach gut drei Stunden guckten die Zeitnehmenden an den Stoppuhren unruhig auf die Lesum, denn so langsam sollten die ersten eintrudeln. Nach 3:18:40 Stunden war es soweit: Weltmeister Kanumarathon Thomas Kittner behauptete sich souverän an der Spitze. Es folgten dicht darauf die Teilnehmer im Rennboot und in den schnellen Wanderbooten.

Der Zieleinlauf streckte sich enorm. Während sich die Ersten der Goldstrecke schon lange auf Kuchenbüfett und Grillwürstchen stürzen konnten benötigten die letzten ihre gut sechs Stunden bis zum Ziel. Ohne Pause ging es dann zur Siegerehrung.

60 Personen in 45 Booten aus neun Orten und aus acht Bremer Vereinen in 16 Gruppen nach Boots- und Altersklassen, weiblich und männlich – da gab es ganz viel Beifall, Urkunden und Erinnerungsfotos. Gewonnen haben alle: Eindrücke eines Binnen-Tidenflusses, Erfahrung, Gumminbärchen in Stadtmusikantenform und den traditionellen Blocklandmarathon-Beutel. Die verschiedenen Sieger der Goldstrecke konnten sich über einen Pokal freuen, die beiden Jüngsten w/m auf der Goldstrecke über einen Bremen-Jugend- Krimi.

Ein Dankeschön geht an die Helfer an der Stoppuhr, beim Rückholen vom Silberziel, am Steg beim Boote hochtragen (nach 41 km erlahmt so mancher Freizeitsportler), an der Kuchentheke und am Grill, beim Urkundenschreiben und bei all den organisatorischen Dingen vor- und hinterher, die zu erledigen sind, damit so ein Marathon reibungslos ablaufen kann.

Blocklandmarathon 2018